| Generalkonsul Huang Yiyang nimmt an der Wirtschaftskooperationskonferenz Nanjing–Stuttgart teil |
| 2025-03-06 |
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Am 6. März nahm Generalkonsul Huang Yiyang gemeinsam mit dem Parteisekretär des Parteikomitees der Stadt Nanjing, Zhou Hongbo, an der Wirtschaftskooperationskonferenz Nanjing–Stuttgart teil. Herr Michael Kleiner, Ministerialdirektor im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, sowie Herr Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, hielten Ansprachen. Nahezu 200 hochrangige Vertreter von deutsch-chinesischen Unternehmen wie Bosch, Siemens, Heraeus, sowie Chervon, Estun, TICA, von deutschen Wirtschaftsverbänden, Hochschulen und Forschungseinrichtungen nahmen an der Konferenz teil.
Herr Parteisekretär Zhou Hongbo betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Nanjing und Deutschland auf einer tief verwurzelten und soliden Basis beruhe und bereits zahlreiche Früchte getragen habe. Ein Blick in die Geschichte zeigt: Während der Besetzung Nanjings durch die japanische Armee bot der Siemens-Mitarbeiter John Rabe über 200.000 Chinesen Zuflucht und setzte damit ein Denkmal der deutsch-chinesischen Freundschaft. Gegenwärtig führt Nanjing eine umfassende und vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland durch. Über 300 deutsche Investitionsprojekte haben sich in Nanjing niedergelassen und entwickeln sich stetig weiter. Die jährlichen Umsätze deutscher Unternehmen übersteigen 45 Milliarden Yuan. Gleichzeitig investieren viele Unternehmen aus Nanjing in Deutschland und leisten damit einen Beitrag zur lokalen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung – ein Beispiel für Symbiose und beidseitigen Nutzen. Mit Blick auf die Zukunft ist Nanjing als chinesisches Innovationszentrum, Industriestadt, Vorreiter der Öffnung und Benchmark für ein unternehmensfreundliches Umfeld bereit, deutschen Unternehmen weiterhin ein erstklassiges Entwicklungsklima zu bieten. Durch Fokussierung auf industrielle und technologische Innovationen sollen Investitionsräume erweitert und gemeinsam mit der deutschen Seite eine noch höherstufige, gegenseitig vorteilhafte Entwicklung verwirklicht werden.
Generalkonsul Huang erklärte, dass Nanjing und Stuttgart als Hauptstadt ihrer jeweiligen Provinzen/Bundesländer, bedeutende Industriestädte und Innovationszentren sowohl eine lange Geschichte als auch moderne Innovationskraft vereinen. Seit dreißig Jahren pflegen beide Städte eine enge Partnerschaft mit nachweislich erfolgreichen Kooperationen in verschiedenen Bereichen – ein Musterbeispiel für deutsch-chinesischen Austausch auf kommunaler Ebene. Angesichts der gegenwärtig komplexen und sich wandelnden Weltlage sowie zunehmender Gegenwinde für die wirtschaftliche Globalisierung sollten Deutschland und China umso mehr zusammenarbeiten, um Herausforderungen zu bewältigen und Chancen zu schaffen. Wenn deutsche Qualität und Innovation auf chinesische Effizienz und Dynamik treffen, ergibt sich daraus ein noch besseres Miteinander. Es sei zuversichtlich, dass die Partnerschaft zwischen Nanjing und Stuttgart sich weiter vertiefen und beiden Seiten konkret zugutekommen werde. Das Generalkonsulat der VR China in Frankfurt werde weiterhin als Brücke fungieren und vom 25. bis 26. Juni in Stuttgart die zweite Konferenz „Best Practices von ESG europäisch-chinesischer Unternehmen“ veranstalten, um eine Plattform für die Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen grüne Entwicklung, Unternehmensführung und Spitzentechnologie zu schaffen. Alle Freunde aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beider Länder seien herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Ministerialdirektor Kleiner begrüßte die hochrangige Delegation aus Nanjing und betonte, dass die Städtepartnerschaft zwischen Stuttgart und Nanjing bereits zahlreiche Erfolge hervorgebracht habe und für die Entwicklung beider Seiten eine unersetzliche Rolle spiele. Angesichts des wachsenden Protektionismus weltweit äußere sich die deutsche und europäische Wirtschaft besorgt. Deutschland und China sollten durch offene, für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit ihrer internationalen Verantwortung gerecht werden. Herr Kleiner hob hervor, dass Chinas Entwicklungserfolge auf einer erfolgreichen Wirtschaftsstrategie und harter Arbeit basieren. Fortschritte beim Marktzugang und bei der Verbesserung des Geschäftsumfeldes seien offensichtlich – deutsche Unternehmen seien Zeugen und Nutznießer dieser Entwicklungen. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg werde auch in Zukunft aktiv die Zusammenarbeit mit China seitens der Wirtschaft unterstützen.
Herr Bleinroth erklärte, dass die Konferenz mit zahlreichen Gästen und lebhafter Atmosphäre die hohe Aufmerksamkeit Deutschlands gegenüber China deutlich zeige. In der heutigen Zeit, in der die internationalen Herausforderungen zunehmen, sei die Bedeutung von Partnerschaften noch offensichtlicher. Es gebe unzählige erfolgreiche Kooperationsbeispiele zwischen Baden-Württemberg und der Provinz Jiangsu sowie zwischen Stuttgart und Nanjing – sie seien Vorbilder für eine starke Partnerschaft. Die Messe Stuttgart sei bereits seit über zehn Jahren in Nanjing aktiv, mit stabiler Entwicklung. Man sei tief beeindruckt von der ausgezeichneten Infrastruktur, der Unterstützung durch die Regierung und dem Kooperationsnetzwerk vor Ort. Herr Bleinroth erklärte, dass in den Bereichen intelligente Fertigung, grüne Technologien, Chemie, Pharmazie und künstliche Intelligenz zwischen Baden-Württemberg und Nanjing große Kooperationspotenziale bestünden. Die Messe Stuttgart sei bereit, als hochwertige Plattform zu fungieren, um qualitativ hochwertige KMU und Start-ups aus Baden-Württemberg für Messeauftritte, Inspektionsreisen und Investitionen nach Nanjing zu bringen.
Während der Konferenz äußerten sich Führungskräfte von deutsch-chinesischen Unternehmen wie Bosch, Siemens, Heraeus, Chervon, Estun und TICA zu den Themen „Aufbau von Kooperationsnetzwerken“, „Teilhabe an Entwicklungschancen“ sowie „Erschließung globaler Geschäftsmöglichkeiten“. Mit Erfolgsgeschichten aus der Unternehmensentwicklung unterstrichen sie den gegenseitigen Nutzen und die Win-Win-Situation der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit und stießen damit auf große Resonanz bei den anwesenden Gästen.
Im Anschluss an die Konferenz bildeten die Stadtregierung von Nanjing sowie Unternehmen Partnerschaften mit deutschen Firmen und Wirtschaftsverbänden. Dabei wurden mehrere strategische Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. |






