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Die 28. Euro Finance Week und der 11. China Day erfolgreich abgehalten

2025-11-17

Am 17. November fanden in Frankfurt am Main die 28. Euro Finance Week sowie der 11. China Day erfolgreich statt. Generalkonsul Huang Yiyang, Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank Dr. Sabine Mauderer, der Direktor des Hauptsitzes Shanghai der Chinesischen Volksbank Jin Penghui sowie Wang Hailu, Generaldirektorin der Abteilung Finanzmärkte der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), nahmen als hochrangige Gäste aus China und Europa teil und hielten Ansprachen. Mehr als 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Finanzwesen und der Industrie- und Handelswelt Chinas und Europas waren anwesend.

 

Generalkonsul Huang erklärte, die internationale Lage sei derzeit komplex und volatil; Instabilität und Unsicherheiten nähmen zu. Vor diesem Hintergrund verfolge China seit Langem eine stabile Entwicklungsstrategie, halte an Reform und Öffnung fest, trete für Multilateralismus und freien Handel ein und lasse sich durch Veränderungen im äußeren Umfeld nicht von seinem Kurs abbringen. Diese Stabilität, Verlässlichkeit und Berechenbarkeit machten China zu einem der weltweit attraktivsten Märkte und Investitionsstandorte für Unternehmen. Huang verwies darauf, dass seit Jahresbeginn hochrangige Delegationen wichtiger Provinzen wie Hunan, Chongqing, Anhui und Fujian Deutschland besucht hätten; zugleich seien Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierungen im Konsularbezirk sowie aus Wirtschaft und Finanzwesen in großer Zahl nach China gereist. Der deutsche Vizekanzler und Bundesfinanzminister Klingbeil sowie Bundesbankpräsident Nagel nähmen derzeit in China am vierten chinesisch-deutschen hochrangigen Finanzdialog teil. Die dichte Interaktion belege den positiven Willen beider Seiten, den Austausch und die Zusammenarbeit in allen Bereichen weiter zu stärken. Huang informierte zudem über das 4. Plenum des 20. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und betonte, der „15. Fünfjahresplan“ zeichne einen neuen Entwicklungsfahrplan für Chinas Zukunft, sei ein „goldener Schlüssel“ zum Verständnis und zur Einordnung der chinesischen Entwicklung und weise zugleich die Richtung für die künftige chinesisch-deutsche Zusammenarbeit. Als zweit- und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt verfügten China und Deutschland über komplementäre Stärken in Industriestruktur und technologischer Basis; beide Seiten sollten den Austausch vertiefen, voneinander lernen und weitere Schnittmengen gemeinsamer Interessen erschließen, um die Kooperation substanziell und nachhaltig voranzubringen.

 

Vizepräsidentin Mauderer erklärte, die globale Unsicherheit nehme deutlich zu; Geopolitik, Klimawandel und demografischer Wandel seien drei zentrale Faktoren, die die wirtschaftliche Entwicklung begrenzten. China und Deutschland müssten daher enger zusammenarbeiten, um gemeinsame Antworten zu finden. Erstens gelte es, die wirtschaftliche Resilienz zu stärken, einen offenen Dialog aufrechtzuerhalten und Freihandel sowie ein System fairen Wettbewerbs zu bewahren. Zweitens müsse die grüne Zusammenarbeit ausgebaut werden, um den Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam zu begegnen. China sei führend im Bereich sauberer Technologien, Deutschland wiederum ein Vorreiter bei Netto-Null-Technologien; eine vertiefte grüne Kooperation trage zur Stabilität globaler Lieferketten bei. Drittens solle der Erfahrungsaustausch unter anderem im Bereich der Altersvorsorge- und Rentenfinanzierung vertieft werden, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln und gemeinsam auf die Alterung der Gesellschaft zu reagieren. In Zeiten des Wandels lägen ein konstruktiver Dialog und das Festhalten an einer Win-win-orientierten Zusammenarbeit nicht nur im Interesse beider Länder, sondern dienten auch der Stabilität und dem Wohlstand der Weltwirtschaft.

 

Direktor Jin Penghui erklärte, in den 50 Jahren seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen hätten sich Handels- und Investitionsvolumen zwischen China und Europa kontinuierlich ausgeweitet, die Industrie- und Lieferketten seien tief miteinander verflochten. Gegenseitiger Nutzen und Win-win-Kooperation hätten die Beziehungen in der Vergangenheit geprägt und blieben auch künftig die Leitmelodie. Europäische Unternehmen seien willkommen, weiterhin in China zu investieren und neue Chancen zu nutzen, die sich aus technologischer Innovation, einer globaleren RMB-Allokation sowie einem sich weiter verbessernden Geschäftsumfeld in China ergäben. China werde die hochrangige Öffnung nach außen kontinuierlich ausbauen und aktiv eine neue Situation der Win-win-Zusammenarbeit schaffen. China sei bereit, mit allen Volkswirtschaften, einschließlich der EU, die Koordinierung und Kooperation zu verstärken und gemeinsam globale Herausforderungen zu bewältigen.

 

Generaldirektorin Wang Hailu erklärte, die ICBC habe bereits 1999 in Frankfurt ihre erste Auslandsfiliale außerhalb Asiens eröffnet. In den vergangenen 26 Jahren habe sich das Servicenetz von Frankfurt auf wichtige deutsche Städte wie Berlin, München und Düsseldorf ausgeweitet; die Präsenz erstrecke sich inzwischen auf 16 europäische Länder. Auch das Geschäft habe sich von einer reinen Abwicklungsfunktion hin zu einem vielfältigen Portfolio, darunter Firmenkundengeschäft und Finanzmarktgeschäft, entwickelt. Mit Blick nach vorn sei die ICBC bereit, mit breiterer Perspektive und konkreteren Maßnahmen weiterhin eng mit europäischen und deutschen Partnern zusammenzuarbeiten und die Finanzkooperation von „Vernetzung“ zu einem neuen Niveau des „gemeinsamen Zusammenwachsens und Mitgestaltens“ weiterzuentwickeln.

 

Die Euro Finance Week gilt als eine der größten, hochrangigsten und einflussreichsten Informations- und Austauschplattformen der europäischen Finanzbranche und findet jährlich im November in Frankfurt am Main statt; sie wurde bereits 27-mal veranstaltet. Nahezu tausend hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Finanzwelt Europas kommen zusammen, um über den aktuellen Stand und die künftige Ausrichtung der internationalen Finanzbranche zu diskutieren. In diesem Jahr nahm der deutsche Bundeskanzler Merz erstmals an der Eröffnungsveranstaltung der Euro Finance Week teil und hielt eine Grundsatzrede. Er betonte, die internationale Lage befinde sich in einer Phase tiefgreifender Umbrüche, globale politische und wirtschaftliche Zentren verschöben sich, und rief die europäischen Länder zu mehr Geschlossenheit und Koordinierung auf. Zugleich plädierte er für Maßnahmen wie den Abbau von Bürokratie, eine Lockerung der Regulierung, die Senkung der Energiekosten und eine Beschleunigung der Digitalisierung, um den Kapitalmärkten mehr Vertrauen und Dynamik zu geben und die wirtschaftliche Erholung sowie die Revitalisierung Europas voranzutreiben. Als eine der Begleitveranstaltungen wurde der „China Day“ bereits zehnmal erfolgreich durchgeführt und hat sich zu einer wichtigen Plattform für Austausch, Verständigung und Kooperation zwischen den Wirtschafts- und Finanzkreisen Chinas und Europas entwickelt.




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